Hundehaltung

 

Jeder, der sich einen Hund hält, muss sich darüber im klaren sein, dass er Verantwortung für ein Lebewesen übernommen hat, das ganz und gar von uns abhängig ist; ein Lebewesen, das Aufmerksamkeit, Pflege, Fürsorge, Opferbereitschaft und Geduld benötigt. Deshalb sollte jeder Hundeliebhaber vor dem Hundekauf folgende Fragen stellen: - Welcher Hund passt zu mir und meinen Wohnverhältnissen? - Kann ich ihm in der Stadt genügend Auslauf bieten? - Bringe ich die nötige Geduld und Zeit auf für einen Hund? - Gestattet es die Hausverwaltung einen Hund zu halten? - Bringe ich das Geld für Futter, Steuern und Tierarzt auf? - Kann ich auch in 10 Jahren noch gleichermaßen gut für meinen Hund sorgen? - Sind alle Familienmitglieder mit einem Hund als Hausgenossen einverstanden? - Ist die Unterbringung und Versorgung des Hundes im Urlaub geregelt? Wenn nur eine Frage mit nein beantwortet werden muss, so ist es im Interesse des Tieres besser, auf einen Hund zu verzichten. Wer sich aber dank guter Voraussetzungen einen Hund halten kann, wird viel Spaß und Freude mit seinem Tier haben.

 

Abstammung

Der Hund, wahrscheinlich das erste Haustier des Menschen, stammt mit Sicherheit vom Wolf ab. Andere Annahmen, die jedoch nicht bestätigt sind, sagen auch, dass der Hund mit dem Schakal und dem Fuchs verwandt und ein direkter Ahne eines wahrscheinlich noch unbekannten, schon lange ausgestorbenen Wildhundes wäre. Gezüchtet werden Hunderassen in Deutschland seit etwa 150 Jahren.

Haltung

a) Was braucht der Hund?

Der Hund benötigt einen Fressnapf, eine Wasserschale, Schlafkorb, Haarbürste, Halsband, Leine und Spielzeug.

b) Schlafplatz

Als Schlafplatz dient ein leicht zu reinigender, zugfreien, ungestörter Platz in der Wohnung. Am besten ein flacher Korb mit einer Decke oder mit einem Kissen samt waschbarem Überzug. Auf keinen Fall darf der Hund ständig auf Steinboden liegen; Erkältungskrankheiten können die Folge sein.

 

c) Baden

Der Hund soll nur dann mit einem milden Spezialshampoo gereinigt werden, wenn er stark verschmutzt ist. Jedes Wasserbad entfettet die Hundehaare, die dann um so schneller wieder Schmutz aufnehmen.

Manche Hauterkrankungen sind Folgeerscheinungen eines zu häufigen Badens. Genauso schädlich für Fell und Haut des Hundes ist das ständige Tragen sogenannter Hundekleider und -Schuhe.

d.) Auslauf

Der Hund als Lauftier verspürt immer den Drang herumzurennen. Deshalb braucht der Hund viel Bewegung während des Spaziergangs und muss einmal täglich auch mal herumtoben können.

Dadurch werden Muskeln und Organe gekräftigt; der Hund ist widerstandsfähiger und ausgeglichener. Bei zu wenig Auslauf kommt es häufig zu ungesundem Übergewicht und bei älteren Hunden zu Herzmuskelschäden.

Damit der Hund sein"großes" und"kleines" Geschäft machen kann, sollte er etwa viermal täglich aus geführtwerden. Man muss dem Tier draußen seine Zeit gönnen, damit es ausgiebig schnuppern und sein Revier markieren kann.

Auf keinen Fall darf der Hund sein "Geschäft" auf Kinderspielplätzen, z. B. im Sandkasten oder auf Bürgersteigen erledigen. Dies ist unhygienisch und stellt ein Ärgernis für die Mitmenschen dar. Passiert trotz aller Vorsichtsmaßnahmen das "Malheur" dennoch mal auf dem Bürgersteig, so kann man das"große Geschäft" z. B. mit einer kleinen Schaufel in einer Plastiktüte verstauen. Auf Kinderspielplätzen haben Hunde nichts zu suchen.

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