Baureihe 151
Technische Daten
| Radsatzanordnung | Co' Co' |
| Nennleistung %69v Motorsp.103,7km/h | 6540 kW |
| größte zulässige Geschwindigkeit | 120 km/h |
| größte zulässige Anfahrzugkraft | 420kN |
| Fahrmotoren | sechs 14polige Einphasenwechselstrom Motoren mit Fremd- und Eigenbelüftung |
| Anzahl der Fahrstufen | 28 |
| möglicher Bremskraft (E-Bremse) | 6660kW |
| Dienstgewicht | 118t |
| Länge über Puffer | 19490 mm |
| Breite über alles | 3110 mm oder |
| Höhe über alles | 4478 mm |
| Bauart der Bremseinrichtungen | KE-GP P2-EmZ |
| Antriebsart | Gummiringfederantrieb mit zweiseitigem Stirnradgetriebe |
| Herstellung | 1973-1977 |
| Hersteller | AEG- Krupp |
Bild einer 151 mit neuer Cargofarbe
Zur Ansicht in Großformat bitte anklicken.
Die elektrische Lokomotive Baureihe 151 der Deutschen Bundesbahn ist eine Gemeinschaftskonstruktion des Bundesbahn-Zentralamtes München mit den Firmen Friedrich Krupp und Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft unter Beteiligung der Lokomotivfabriken Krauss-Maffei AG und Rheinstahl AG sowie den Elektrofirmen Brown, Boveri & Cie und Siemens AG.
Sie ist vorwiegend für die Beförderung schwerer Güterzüge auf Hauptbahnen, besonders auf Steigungsstrecken bestimmt und kann folgende Zugförderungsleistungen erfüllen:
Anhängelast | Steigung | Beharrungsgeschwindigkeit |
Güterzugdienst | ||
| 3000 t | 3 | 75 km/h |
| 2000 t | 3 | 100 km/h |
| 1640 t | 5 | 100 km/h |
| 1460 t | 10 | 80 km/h |
| 1400 t | 7 | 100 km/h |
| 1100 t | 3 | 120 km/h |
| 840 t | 20 | 80 km/h |
Die elektrische Lokomotive Baureihe 151 ist eine Drehgestell-Lokomotive mit der Achsanordnung Co' Co'.
Entwicklung:
Die Einführung des schnellen und schweren Güterzugverkehrs zwingt die DB zur
Entwicklung einer neuen, leistungsfähigen Güterzuglok. Das geforderte
Leistungsprogramm sieht unter anderem die Beförderung von 1000t-Zügen mit 120 km/h bis zu einer Steigung von 5 Promille vor. Die Erfahrungen mit den in den E 10 und E 40 verwendeten Fahrmotoren, zeigen, das man ihre Leistung noch steigern kann und so wird das Modell einer sechsachsigen Lok mit der Baureihenbezeichnung 151 entworfen.
Technik:
Der Aufbau der Lok gleicht im Wesentlichen dem der BR 103; er besteht aus drei abnehmbaren Hauben, die einen problemlosen Zugang zum Maschinenraum gewährleisten und eine immense Gewichtseinsparung ermöglichen.
Die Anordnung der Lüftergitter und Fenster ergeben sich aus den Erfahrungen mit der BR 103, so kann der Staubanfall im Maschinenraum bei der 151 reduziert werden. Die gegenüber der BR 150 wesentlich schwereren Fahrmotoren zwingen die Konstrukteure zur Entwicklung eines neuen Drehgestells. So werden einige technische Neuerungen verwirklicht ( z.B. die Zugkraftübertragung über "Mitnehmer" aus Hartmangan, statt über Drehzapfen ). Des weiteren erhalten die Drehgestelle so genannte "Lemniskaten-Lenker", die ein größeres Radsatzlager-Querspiel ermöglichen.
Die technische Ausrüstung "bastelt" man aus den bewährten Bauteilen der Baureihen 103,110/140 und 150; es wird z.B. die Thyristor-Lastschalter der BR 103 oder z.B. die Nachlaufsteuerung übernommen die auch in den Loks 150 140-194 eingebaut ist. Alle Loks sind mit Doppeltraktions- und Wendezugeinrichtung ausgerüstet. Die Führerräume erhalten erstmals eine Klimaanlage. Die 151 089 - 099 und 114 - 122 stattet man mit einer automatischen Kurzkupplung für die Beförderung schwerer Erzzüge in Doppeltraktion aus. Ab 1990 baut man in die ersten 85 Maschinen LZB 80 ein, um die Loks auf den Neubaustrecken einsetzen zu können. Derzeit ist geplant, auch die restlichen Loks damit auszurüsten.
Einsatz:
Die Loks werden ab 1971 geliefert und an die Bw`en Nürnberg 2 und Hagen verteilt.
Dort sind sie auch bis heute geblieben.
Haupteinsatzgebiet war und ist der schwere und schnelle Güterzugdienst für den die Loks ja auch vorgesehen waren. Aber auch Personenzugleistungen gehören hin und wieder zum Alltag der 151er.Diverse Einsätze im hochwertigen Reisezugverkehr (z.B. Ersatzlok für Interregio-Züge) zeigen jedoch immer wieder, dass die hohe Anfahrzugkraft der Lok die geringere Geschwindigkeit manchmal ausgleichen kann, ( durch schnelleres Beschleunigen wird Fahrzeit gewonnen ). Ein Beispiel hierfür ist im Sommer 1990 die Bespannung eines IR von Kassel nach Frankfurt mit einer 151 statt einer 120: Der Zug kommt pünktlich in Frankfurt an, trotz planmäßiger Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.
Gebaute Stückzahl: 170 Triebfahrzeuge
Bestand am 1.4.96: 170 Triebfahrzeuge
Seite Lokomotiven Seite Bahn
M.Esch