Beruf Lokführer

DB Schenker


  Wie kann Mann oder auch Frau Lokführer werden?

Voraussetzung um den Beruf des Lokführers zu erlernen ist eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen,  Beruf. Ich habe eine Schlosserlehre abgeschlossen. Die Ausbildung dauerte 18 Monate und umfasste ausführliche Ausbildungsabschnitte über Themen, wie:

  1. Werkstattzeit - Diesel und Dampfloks
  2. Wagentechnische Ausbildung
  3. Bremsdienst, Bremstechnik
  4. Betriebsdienst, Signalkunde
  5. Elektrotechnik
  6. Ausbildung auf verschiedenen Lokomotiven
  7. Erste Hilfe, u. s. w.

 

Bei der Deutsche Bahn AG wurde  auch die Ausbildungsvorschrift geändert.
Voraussetzung für den Beruf sind nun:

  • Abgeschlossene Berufsausbildung (bevorzugt technische Berufe)
  • Eisenbahner mit mindestens zweijähriger betrieblicher Tätigkeit
  • Sonstige Bewerber ohne Berufsausbildung nach besonders sorgfältiger Auswahl

Weitere Voraussetzung:

  • Vorhandene Tauglichkeit und Eignung gemäß EBO und den Richtlinien der DB AG (unter Einbindung. d. Psychologe.- und med. Dienstes)

Die Ausbildung dauert  noch 7 Monate.

Oder Lehre als EIB-T (Lokführer) mit Facharbeiterbrief, Aufteilung auf die Geschäftsbereiche Fernverkehr, Regionalverkehr, Cargo.

Nun  genug mit den Voraussetzungen. Der Beruf ist nicht immer  der "Traumberuf".  Viele haben als kleiner Junge  davon geträumt Lokführer zu werden. Heute ist es auch möglich, dass "kleine Mädchen" davon träumen können, auch Frauen können heute diesen Beruf erlernen.

Aber der Beruf hat auch seine Schattenseiten.
Der unregelmäßige Wechseldienst, zu jeder Tages- und Nachtzeit Dienstbeginn oder Dienstende zu haben, bei dickem Nebel oder starkem Schneetreiben zu fahren, Sonntags und Feiertags arbeiten, dass sind Sachen, die einen  stark beanspruchen können. Durch die Aufteilung auf die Geschäftsbereiche ist oft nur noch einseitigen Dienst möglich (nur Reisezüge nur Güterzüge!)
Außerdem hat ein  Lokführer oft noch keinen festen Dienstplan, er fährt im Sonderdienst. Die Arbeit wird oft kurzfristig verteilt 1-3 Tage im Voraus. Erst nach vielen Jahren kommt er eventuell in einen Plan.  Dass ist oft im privaten Bereich schlecht. Wenn ein Freund fragen, "Unternehmen wir  etwas?" Kann man nicht zusagen, da der Lokführer (Tf) oft nicht weiß ob er arbeiten muss oder nicht. Auch für die Familie ist das schlecht.
Aber wie immer im Leben muss man die Vorteile und Nachteile abwägen und eben selbst entscheiden, ob man damit glücklich ist oder nicht.

Ich habe mich im Lauf der Jahre daran gewöhnt, es hat auch Vorteile, freie Tage in der Woche und mehr. Heute bin ich als Ausbilder nicht mehr in Wechseldienst beschäftigt.

 

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11.07.09 M.Esch