Aquarien Grundlagen der Süßwasseraquaristik! Seit vielen Jahren haben wir ein Süßwasseraquarium. Einer unserer ältesten Fische ist eine Prachtschmerle, sie ist inzwischen 12 Jahre alt und erfreut sich guter Gesundheit. Die Fische leben bei uns in einem fünfeckigem Becken ca. 250 Liter Inhalt. Nun etwas Allgemeines über die Haltung von Fischen: Einleitung Immer mehr Bürger entscheiden sich für ein Aquarium. Wurden 1980 in Deutschland ca. 48 Mio. Zierfische gehalten, so waren es 1990 bereits ca. 70 Millionen in rund 1,5 Millionen Haushalten. Wie alle Wirbeltiere sind auch Fische nachweislich schmerzempfindliche, leidensfähige Lebewesen. Im Gegensatz zu anderen Tieren, die häufig in Privathaushalten zu finden sind, haben sie - gemeinsam mit Lurchen und Reptilien - ein entscheidendes Handikap. Sie sind stumm und können daher Leiden und Schmerzen nicht in einer dem Menschen leicht verständlichen Form ausdrücken.So leiden und sterben unzählige Fische nicht nur auf dem Weg zum neuen Besitzer. Gedankenlosigkeit und Unkenntnis führen auch dort zu hohen Verlusten. Die Vielfalt des Angebotes und die Farbenpracht vieler Fische verlockt zu Spontankäufen, die die Fische oftmals mit dem Tod bezahlen. Die wenigsten wissen, Nach § 2 (1) des Tierschutzgesetzes muss auch derjenige der Fische hält , betreut oder zu betreuen hat , diese ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend ernähren ,pflegen und unterbringen. Die Entscheidung, ob ein Aquarium angeschafft werden soll, muss die ganze Familie mittragen.
Herkunft Im Zoohandel werden heute Süß- und Meerwasserfische angeboten. Letztere sind meist Korallenfische aus dem indischen und pazifischen Ozean und aus der Karibik. Bis auf wenige Ausnahmen lassen sie sich nicht im Aquarium vermehren. Es handelt sich daher fast immer um Wildfänge. Wenn Tiere ihrem natürlichen Lebensraum entnommen und in Gefangenschaft gehalten werden, müssen wir uns grundsätzlich damit auseinandersetzen, ob das heute noch zu rechtfertigen ist. Gerade Korallenfische sind darüber hinaus nicht leicht zu fangen. In Sri Lanka z.B. wird mit Handkeschern gearbeitet. Da sich die Tiere bei Gefahr zwischen den Korallen verstecken, werden große Brocken aus dem Riff herausgeschlagen und die Fische über dem Netz ausgeschüttelt. In anderen Ländern werden die Tiere mit Gift oder Dynamit betäubt und eingesammelt. Alle Methoden führen zu enormen Schäden und Verlusten. unter den Tieren und in ihren Lebensräumen. Ein Großteil der Korallenfische ist mittlerweile in seinem Bestand so gefährdet, Nicht nur der Fang, sondern auch die Haltung im Herkunftsland, der Transport und die Haltung beim Großhändler und Zoofachhändler sind mit hohen Verlusten verbunden. Im Gegensatz zu den Meerwasserfischen lassen sich viele Süßwasserfische gut züchten. Doch werden auch hier Tiere aus freier Natur angeboten - meist als Rarität. Besonders beliebt sind Buntbarsche, die häufig nur in begrenzten Gebieten vorkommen. Diese einzigartigen Biotope sind durch die Fangaktionen stark gefährdet. Die Fische ereilt das schon beschriebene Schicksal. Ein verantwortungsvoller Aquarianer kauft keine Wildfänge, sondern beschränkt sein Interesse auf nachgezüchtete Arten, wenn jeder Wildfänge für sein Becken möchte sind die Meere und Teiche (SEEN) bald leer gefangen. Werden die Fische allerdings im Ausland gezüchtet und dann nach Deutschland importiert, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Der Transport führt auch hier zu Verlusten. Vor allem in Asien wird kommerziell gezüchtet. Die Haltungsbedingungen in den Massenzuchtanlagen sind alles andere als optimal. Viele Tiere kommen beispielsweise mit Parasiten befallen in Deutschland an. Durch Fang und Transport und Transport geschwächt sind sie ein leichtes Opfer der Parasiten. Bei einigen Fischen - z.B. beim Feuerschwanz - ist darüber hinaus die Nachzucht in Gefangenschaft nur möglich, wenn man ihnen Hormone einspritzt. Solche belastenden Eingriffe sollte man nicht durch den Kauf unterstützen. Außerdem werden durch das Interesse mancher Käufer im besonderen Auswüchse gefördert, die nur noch als "Qualzuchten" bezeichnet werden können. Schleierschwänze haben eine angezüchtete Rückgratverkrümmung. Die bei einigen Varianten hervorstehenden Augen zeugen von einer krankhaften Veränderung des Augapfels. Manche Zuchtformen von lebendgebärenden Zahnkarpfen sind nur durch künstliche Befruchtung zu vermehren, weil aufgrund der angezüchtete übergroßen Flossen die natürliche Fortpflanzung nicht mehr möglich ist. Der neueste Schrei schließlich sind die Disko-Fische. Glasbarschen und Glaswelsen werden bunte Leuchtfarben in die Blutgefäße gespritzt. Den Fischen werden mit solchen massiven Eingriffen ohne jeden vernünftigen Grund schwere Leiden und Schäden zugefügt, die zumindest ein Teil der Tiere nicht überlebt. Hier handelt es sich eindeutig um Tierquälerei. Tierquälerei ist auch das Angebot von Kampffischen in winzigen Gefäßen und Goldfischen in Rundgläsern. Wer tierfreundlich einkaufen will, sollte sich die Mühe machen, Hobbyzüchter oder Zoofachhändler in seiner Nähe aufsuchen und deren eigene Nachzucht erwerben. Zuvor aber bitte klären:!. Genug Zeit? Genug Geld? Genug Lust? Genug Wissen? Auf die Einrichtung eines Meerwasserbeckens sollte aufgrund der Herkunft seiner Bewohner und der Tatsache, beanspruchen häufig Reviere und sind auf engem Raum oft untereinander unverträglich. Einige sind Nahrungsspezialisten, die nur mit erheblichem zusätzlichen Aufwand ihren Bedürfnissen entsprechend ernährt werden können. Artgenossen und Vergesellschaftung Doch auch wer sich für ein Süßwasseraquarium entscheidet, steht noch vor einer Reihe weiterer Probleme. Das Angebot an Süßwasserfischen ist kaum überschaubar. Vom Schwarmfisch bis zum Einzelgänger, vom "Raubfisch" bis zum "Friedfisch" ist alles zu bekommen. Wie soll man sich entscheiden? Ein Aquarium sollte immer ein Ausschnitt aus einem Lebensraum sein. Verschiedene Fischarten sind nicht beliebig zusammenwürfelbar. Eine artgerechte Fischhaltung ist nur möglich, wenn bei der Auswahl der Fische das Sozialverhalten der einzelnen Tierarten ebenso berücksichtigt wird wie ihr individueller Anspruch an den Lebensraum. Werden Schwarmfische einzeln oder nur in kleinen Gruppen gehalten, so werden sie nicht nur schreckhaft und Paarbildende Fische und solche mit anderen Besonderheiten bei der Fortpflanzung oder der Ernährung sind ungleich schwieriger zu halten. Hierzu gehört z.B. die große Gruppe der Buntbarsche. Diese Tiere beanspruchen ein Revier, das in der Natur meist um ein Vielfaches größer ist als das gesamte Aquarium, und sind aggressiv gegen Artgenossen. Revierkämpfe im Aquarium enden oft tödlich. Während der Kampf selbst nach Regeln abläuft, so Besonders problematisch sind "Raubfische". Sie greifen die anderen Fische, vor allem die kleineren, an und sollten, wenn überhaupt, nur mit großen Friedfischen vergesellschaftet werden. Besatzdichte Natürlich ist es reizvoll, in einem Aquarium möglichst viele unterschiedliche Fische zu beobachten. Das darf jedoch nicht dazu verleiten, zu viele Fische auf zu engem Raum zu halten. Doch das ist häufig der Fall. Untersuchungen haben ergeben, dass viele Becken überbesetzt sind (bis zu 56%).Bitte pro 0,5 cm Fischlänge ein Liter Wasser rechnen, aber die Endgröße zum Berechnen heranziehen. Technik: Heizung Als Heizung benutzen wir eine Elektroheizung mit Heizkabeln im Boden und Stabheizer als Zusatzheizung. Als Heizstärke ca. 38Watt pro 100Liter.Regelung über Elektronik - Regler. Beleuchtung Beleuchtet wird das Becken von 4 Leuchtstoffröhren (Lichtfarbe 30 - 32)Sonnenähnlich durch diese Kombination. Pro 1 Liter ca. 0,5 Watt-Beleuchtungsdauer 12 Std. Filter Geschlossener Außenfilter und Schnellfilter innen. Filtermaterial Schaumstoff und Filterröhrchen (Grobfilter) Pflege: Im Wechsel einmal pro Woche ca. 1/3 Wasserwechsel oder Filterreinigen (nicht so genau nehmen mit dem Reinigen - zu sauber ist nicht gut) .Beim Wasserwechsel auf den Absaugschlauch einen Trichter setzen und damit den Bodengrund vom Mullm reinigen Futter: Meistens verwenden wir Trockenfutter, eine geringe Menge zwei mal Täglich füttern, eine Tag in der Woche haben die Fische Fasttag. Flocken und Tablettenmischung. Gelegentlich füttern wir auch Wasserflöhe, die den Fischen gut schmecken.
CO2 Versorgung (Kohlensäure) Im Aquarium ist fast immer zu wenig Kohlensäure vorhanden , damit fehlt den Wasserpflanzen immer ein Nährstoff. Werte von 20-40mg /l sind anzustreben. Kohlensäure kann man selber herstellen :Ca 1/2 Liter Wasser mit ca.100 g Zucker in einer Flasche mengen, etwas Hefe zusetzen, ca. 4g das entstehende Gas mit einem Schlauch ins Aquarium leiten und über einen Ausströmer oder Glocke im Wasser verteilen. Aquarium Links:
M.Esch 02.02.10 |